Jubiläum – ein Jahr Podcast und „Do as I Do“ Training

Judith Claassen läuft mit ihrer Hündin Annie eine baumbestandene Allee hinauf

Höre dir die Folge an

Ein Jahr „Die Sprache der Tiere“

Diese Folge ist eine Jubiläumsfolge, in der ich mit dir einen Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft des Podcasts und allem, was damit zusammenhängt, werfen möchte.

Und auch in dieser Folge wirst du wieder etwas über tierische Kommunikation lernen – es wird um das sogenannte soziale Lernen gehen. Aber dazu mehr im zweiten Teil!

Ein kleiner Rückblick auf das erste Jahr des Podcasts

Die erste Folge ging am 13. Januar 2020 online. Darin erzähle ich dir etwas über Schmerzen beim Hund – ein Thema, das mir sehr wichtig ist.

Nach fünf Solofolgen kam dann die erste Interviewfolge über Hunde mit Alexander Schillack. Insgesamt dreizehn Interviews kannst du hier von „Die Sprache der Tiere“ hören und drei warten noch roh und ungeschnitten auf ihre Veröffentlichung.

Die Themen und Tierarten waren und sind vielfältig – von Katze, Hund, Pferd und Papagei kannst du hier etwas erfahren.

Nun noch ein paar Statistiken, die ja in 2020 allgemein an Beliebt- und Bekanntheit gewonnen haben:

Insgesamt wurden die Folgen mehr als 3000 Mal gehört. 162 Menschen auf fünf unterschiedlichen Plattformen haben sich entschieden, als Abonnenten regelmäßig über neue Folgen des Podcasts informiert zu werden. Für mich bedeuten diese Zahlen eine große Wertschätzung für meine Arbeit als Podcasterin – und dafür möchte ich mich bei dir, meiner Hörerin, meinem Hörer, herzlich bedanken! Danke für deine Zeit und dein Interesse an den Themen, die wir hier im Podcast besprechen.

Was bringt 2021 für „Die Sprache der Tiere“?

Nun dazu, wie es in Zukunft weitergehen wird:

Ich habe für dieses Jahr schon viele tolle Gäste eingeladen, mit denen ich im Interview über spannende Themen sprechen werde. Darunter sind Gerd Köhler, Nina Steigerwald, Boris Makar und Viviane Theby.

Neben dem Podcast entwickle ich mit Unterstützung meiner Partner, die ihr aus den Interviews kennt, eine Onlinewissensplattform. Auf dieser Plattform wirst du Informationen und Hilfestellungen finden, um deine Herausforderungen, die du im Zusammenleben mit deinem Tier hast, lösen zu können. Und zwar über Mittel und Wege, die fair und tiergerecht sind und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Wir werden die Informationen so für dich bereit halten, dass sie leicht verständlich, einfach umzusetzen und in denen Alltag integrierbar sind.

Wenn du daran Interesse hast, wird es einen Newsletter geben, über den du als Erste erfährst, wenn die Plattform online geht.

Ich freue mich sehr darauf, dir damit dabei zu helfen, die Verbidnung zu deinem Tier zu stärken und zu vertiefen und euch ein harmonisches und friedliches Zusammenleben möglich zu machen.

Jetzt gibt es noch Wissen zum Mitnehmen: Die Trainingsmethode „Do as I Do“ von Claudia Fugazza. Viel Spaß damit!

Do as I Do – Training mit Tieren von Claudia Fugazza

„Do as I Do“ nutzt die Tatsache, dass Hunde und auch Katzen durch Beobachtung Neues lernen können. Dieses Lernen wird als soziales Lernen oder soziales Imitieren bezeichnet. Diese Art des Lernens wenden die Tiere schon im Welpenalter an, indem sie ihr Muttertier beobachten und dann deren Handlungen zu imitieren versuchen.

Ein Problem kann für die Welpen entstehen, wenn sie in ihre neue Familie umziehen und dort genauso Gesehenes nachahmen, z. B. Essen vom Tisch nehmen. Die negative Erfahrung, die das Tier als Folge durch die Reaktion des Menschen darauf macht, lehrt das Tier möglichweise, dass das Nachahmen von menschlichem Verhalten schlecht bzw. unpassend ist. Das führt dazu, dass das Lernen durch Nachahmen weniger wird.

Claudia Fugazzas „Do as I Do“ (Mach’s mir nach auf Deutsch) nimmt diese Fähigkeit der Tiere wieder auf, den Menschen nachzuahmen und nutzt diese, um dem Tier so Neues beizubringen, wie z. B. eine Schranktür zu schließen.

Dabei ist davon auszugehen, dass das Tier das neue Verhalten schneller als über kleinschrittiges Markertraining lernt und man das neue Verhalten auch schneller generalisieren kann, d. h. dass das Tier das neue Verhalten auch in anderen Situationen und an anderen Orten zeigen kann.

Der erste Schritt zur „Do as I Do“-Methode

Dem Tier das Kommando zum Nachahmen der Handlung des Menschen beibringen. Dazu brauchst du:

  • eine gute Belohnung, wie z. B. Lieblingsleckerchen, idealerweise in Verbindung mit einem schon bekannten Clicker oder gut verknüpften Markerwort (was das ist, kannst du im Interview mit Miriam lernen)
  • drei Kommandos, die dein Tier ausführen kann, indem du nur das Wort sagst und keine Gesten mit deinem Körper oder deinen Händen machen brauchst

Nun werden die drei Kommandos in zufälliger Reihenfolge abgerufen. Dazu stellst du dich frontal vor dein Tier, sodass dieses alle deinen Verhaltensweisen und ggf. Objekte, die dabei benutzt werden, sehen kann. Nun machst du die Aktion vor, z. B. beim „Dreh Dich“ drehst du dich um die eigene Achse. Zurück in der Ausgangsposition sagst du erst das Kommando für’s Nachahmen, z. B. „Do it!“ und dann das ursprüngliche Signal, in diesem Fall „Dreh Dich“. Dein Tier wird sich nun drehen bzw. das Kommando ausführen, dass du ausgesprochen hast. Das belohnst du durch einen Klick und ein Leckerchen oder das Markerwort und ein Leckerchen oder nur durch das Leckerchen, je nachdem wie du das normalerweise machst.

Im zweiten Schritt geht es darum, bei deinem Tier das Verständnis dafür zu festigen, was es tun soll, wenn du das Kommando zum Nachahmen sagst. Dazu wiederholst du den Vorgang der Verknüpfung des „Do it!“ Signals mit dem bekannten Signal deiner drei Verhaltensweisen, die dein Tier auf Wort hin ausführen kann. Achte dabei darauf, keine Verhaltensweise mehr als zwei Mal hintereinander direkt zu wiederholen.

Wie das Training in der Realität aussieht, kannst du im Video von Miriam, der Hundephilosophin sehen. Du siehst sie dort mit ihrer Hündin arbeiten:

Das Training funktioniert aber auch mit deiner Katze, wie du in diesem Video von Claudia Fugazza sehen kannst:

Deine Erfahrungen und dein Feedback

Ich bin gespannt, ob du diese Trainingsmethode schon kanntest und wenn ja, welche Erfahrungen du gesammelt hast. Was konntest du deinem Tier damit beibringen?

Schreib mir dazu gerne eine Mail oder kommentiere unter diesem Beitrag.

Tierische Grüße

Judith

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